Geschichten, Texte, Gebete rund um die Trauung

Diese Texte können an verschiedenen Stellen im Gottesdienst ihren Platz finden. Wenn Ihnen einer davon gefällt oder Sie einen eigenen Text haben, der für Sie wichtig ist, sprechen Sie mit Ihrem Traugeistlichen, wo es passen könnte, diesen einzubinden.
Die hier aufgeführten Texte können Sie als pdf herunterladen.

Eine alte Legende erzählt, dass es da zwei Menschen gab, die überaus glücklich miteinander lebten. Sie waren zufrieden mit dem, was sie hatten und miteinander teilten. Ihre Liebe wuchs durch die Jahre ihres Zusammenlebens. Nichts und niemand konnte diese Liebe zerstören.
Eines Tages lasen sie in einem alten Buch, dass es da irgendwo, in weiter Ferne, vielleicht am Ende der Welt, einen Ort gäbe, wo unermessliches Glück herrsche. Ein Ort sollte dies sein, so sagte das alte Buch, an dem der Himmel die Erde küsst. Die beiden beschlossen, diesen Ort zu suchen. Der Weg war lang und voller Entbehrungen. Bald wussten sie nicht mehr, wie lange sie schon unterwegs waren; doch aufgeben wollten sie nicht. Fast am Ende ihrer Kraft, erreichten sie eine Tür, wie sie im Buch beschrieben war.
Hinter dieser Tür sollte es sich befinden: Das große Glück, das Ziel ihres Hoffens und Suchens. Welch eine Spannung war in ihnen - wie wird er aussehen, der Ort, an dem der Himmel die Erde küsst, der Ort, an dem ein solches Glück herrscht. Sie klopften an. Die Tür öffnete sich.
Sie fassten sich an der Hand und traten ein. Da standen sie nun - wieder mitten in ihrer Wohnung. Am Ende dieses langen Weges waren sie wieder bei sich zuhause angekommen. Und sie verstanden: Der Ort, an dem der Himmel die Erde küsst, ist der Ort, an dem die Menschen sich küssen. Der Ort, an dem der Himmel die Erde berührt, ist der Ort, an dem Menschen sich berühren. Der Ort, an dem der Himmel sich öffnet, ist der Ort, an dem Menschen sich füreinander öffnen. Der Ort des großen Glücks ist der Ort, an dem Menschen sich glücklich machen.
Ein junger Mann hatte einen Traum. Hinter der Ladentheke sah er einen Engel. Hastig fragte er ihn: „Was verkaufen Sie, mein Herr?“ „Alles was Sie wollen.“
Der junge Mann sagte: „Dann hätte ich gerne:
- eine Frau, die mich immer versteht und auf die ich mich verlassen kann,
- eine glückliche Ehe, die bis zu unserem Lebensende glücklich bleibt,
- gute Freunde, die uns auf unserem Lebensweg begleiten,
- Kinder, die sich gut entwickeln und an denen wir unsere Freude haben.
- und, und...“
Da fiel ihm der Engel ins Wort und sagte:
„Entschuldigen Sie, junger Mann, Sie haben mich verkehrt verstanden. Wir verkaufen keine Früchte hier, wir verkaufen nur den Samen.“
„Entschuldigen Sie, junger Mann, Sie haben mich verkehrt verstanden. Wir verkaufen keine Früchte hier, wir verkaufen nur den Samen.“
nach einer alten Legende
Und der kleine Prinz kam zum Fuchs zurück. „Adieu“, sagte er... „Adieu“, sagte der Fuchs. „Hier ist mein Geheimnis. Es ist ganz einfach: Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.
„Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar“, wiederholte der kleine Prinz, um es sich zu merken. „Die Zeit, die du für deine Rose verloren hast, sie macht deine Rose so wichtig.“
„Die Zeit, die ich für meine Rose verloren habe...“, sagte der kleine Prinz, um es sich zu merken.
„Die Menschen haben diese Wahrheit vergessen“, sagte der Fuchs.
„Aber du darfst sie nicht vergessen. Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast. Du bist für deine Rose verantwortlich...“
„Ich bin für meine Rose verantwortlich...“, wiederholte der kleine Prinz, um es sich zu merken.
Antoine de Saint-Exupéry
„Ein Käfer liebte eine Raupe und sie erwiderte diese Liebe. Und plötzlich war die Raupe tot. Sie lag eingesponnen, verpuppt. Der Käfer trauerte über die Leiche seiner Liebsten. Auf einmal öffnet sich die Larve, ein Schmetterling erscheint.
Wo Lärm ist, gibt’s auch Prügel. Und der Käfer beschließt, den Schmetterling zu töten, weil er ihn in seiner Trauer um die Raupe gestört hat. Er fliegt zu ihm hin und sieht: Die Augen des Schmetterlings sind ihm vertraut. Es sind die Augen der Raupe. Fast hätte er sie getötet, denn alles an ihr hatte sich verändert, nur die Augen waren dieselben geblieben. Nun lebten der Käfer und der Schmetterling
glücklich miteinander. Um das zu können, muss man einander in die Augen sehen. Nicht jedem gelingt das. Und manchmal reicht dafür das Leben nicht aus.“
Der russische Komponist Schostakowitsch in seinen Memoiren
Dann sprach Almitra abermals und sagte:
Und was ist mit der Ehe, Meister?
Und er antwortete und sprach:
Ihr wurdet zusammen geboren, und ihr werdet auf immer zusammen sein.
Ihr werdet zusammen sein, wenn die weißen Flügel des Todes eure Tage scheiden.
Ja, ihr werdet selbst im stummen Gedanken Gottes zusammen sein.
Aber lasst Raum zwischen euch.
Und lasst die Winde des Himmels zwischen euch tanzen.
Liebt einander, aber macht die Liebe nicht zur Fessel:
Lasst sie eher ein wogendes Meer zwischen den Ufern eurer Seelen sein.
Füllt einander den Becher aber trinkt nicht aus einem Becher.
Gebt einander von eurem Brot, aber esst nicht vom selben Laib.
Singt und tanzt zusammen und seid fröhlich, aber lasst jeden von euch allein sein, so wie die Saiten einer Laute allein sind und doch von derselben Musik erzittern.
Gebt eure Herzen, aber nicht in des anderen Obhut.
Denn nur die Hand des Lebens kann eure Herzen umfassen.
Und steht zusammen, doch nicht zu nah: Denn die Säulen des Tempels stehen
für sich, und die Eiche und die Zypresse wachsen nicht im Schatten der anderen.
Khalil Gibran
Ihr werdet euren eigenen Weg gehen,
einen Weg, den noch niemand vor euch gegangen ist.
Ihr werdet euer Gesicht nicht voreinander verstecken,
nicht euer Lachen, nicht eure Augen, wenn sie traurig sind.
Ihr werdet die Kraft eurer Wurzeln spüren und euch vor Stürmen nicht fürchten.
Ihr werdet sterben lassen können, was tot ist,
und Raum lassen für neue Lebendigkeit.
Ihr werdet die kostbaren Augenblicke festhalten,
an denen euch Vertrauen und Zuneigung beflügeln.
Regina und Bernhard Kraus
Wenn zwei Menschen ja sagen zueinander
heißt das, sie wollen die Liebe wagen.
Wenn zwei Menschen ja sagen zueinander
erklären sie sich bereit, einander anzunehmen mit Vor- und Nachteilen, Sonnen- und Schattenseiten.
Wenn zwei Menschen ja sagen zueinander
und dies ein Leben lang zu sagen bereit sind, geben sie einander einen großen Vorschuss an Vertrauen;
Sie trauen sich, einander zu trauen.
Sie vertrauen einander.
Wenn zwei Menschen ja sagen zueinander
brauchen sie das Wohlwollen und die guten Wünsche ihrer Mitmenschen.
Wenn zwei Menschen ja sagen zueinander
und bereit sind, es auch nach 25 und 50 Jahren zu wiederholen, erfordert dies Hingabe und Großmut und die stete Bereitschaft, zu vergeben und immer wieder zu verzeihen.
Wenn zwei Menschen ja sagen zueinander
bedürfen die nichts nötiger als den Segen dessen, der uns alle schuf.
Auf diesen Segen, auf diese Gnade kommt es vor allem an.
Quelle unbekannt
Ich wollte nicht alleine leben.
Jetzt habe ich ihn gefunden, den Menschen,
Jetzt habe ich ihn gefunden, den Menschen,
dem ich vertrauen kann,
der alle Freuden mit mir teilt,
der alle Wege mit mir gehen will,
der zu mir hält,
der mich versteht,
der meinem Leben Sinn gibt,
mit dem ich so sein kann, wie ich bin.
der alle Freuden mit mir teilt,
der alle Wege mit mir gehen will,
der zu mir hält,
der mich versteht,
der meinem Leben Sinn gibt,
mit dem ich so sein kann, wie ich bin.
Mit diesem Menschen
will ich mein Leben teilen
will ich lachen und weinen
will ich reden und schweigen
will ich tanzen und singen,
will ich eins sein,
ohne dass er mich oder ich ihn besitze
will ich alt werden ….
will ich lachen und weinen
will ich reden und schweigen
will ich tanzen und singen,
will ich eins sein,
ohne dass er mich oder ich ihn besitze
will ich alt werden ….
Darum traue ich mich,
und er sich,
und wir beide trauen uns gemeinsam,
uns gegenseitig das JA zu sagen.
und er sich,
und wir beide trauen uns gemeinsam,
uns gegenseitig das JA zu sagen.
Quelle unbekannt

